-
Premiere23. Januar 2026
-
SparteMusiktheater
-
Spielstätte
-
Hinweisca. 2 Std. (keine Pause)
Hinweis
Wir weisen darauf hin, dass es in der Inszenierung „AscheMOND oder The Fairy Queen“ zum Einsatz von Stroboskoplicht sowie zur Darstellung von Formen von Gewalt und Selbstverletzung kommt.
AscheMOND oder The Fairy Queen von Helmut Oehring und Stefanie Wördemann ist eine Hymne auf die Vergänglichkeit. Eine Oper im Verlauf einer Sommernacht und zugleich im unendlichen und doch Ende bringenden Fluss der Jahreszeiten. Sie erzählt von der existenziellen Verbindung aller Menschen zueinander, schildert Geschichten in Musik, malt Bilder von Grundkonflikten und Loyalitäten.
Vor dem Hintergrund einer Sonnenfinsternis als Sinnbild gesellschaftlicher Umbrüche entfaltet AscheMOND die Vision einer Versöhnung des scheinbar Unvereinbaren. Als Antwort-Oper auf Shakespeares Sommernachtstraum und der Purcellschen Adaption The Fairy Queen emanzipiert sie die Tragödie in der Komödie und blickt auf den Schwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, Lieben und Verlieren. Alles funkelt und verglüht doch gleich wieder, Traurigkeit hinterlassend – und doch glimmt am Ende ein neuer Funken auf: Utopie.
In AscheMOND oszillieren verschiedene Zeit- und Ausdrucksebenen: Stille, Visualität und Klang treten zueinander in Beziehung. Dabei umkreisen die durch Oehring modern übermalten Purcellschen Barocksongs und seine eigene vielgestaltige Musik einander wie Planeten. Die gehörlose Schauspielerin und Tänzerin Kassandra Wedel verkörpert die Fairy Queen in einer durch den Komponisten choreografierten Gebärdenpoesie, die nicht nur ihre, sondern auch die Partien der Sänger*innen und des Chores prägt.
Für das Staatstheater Cottbus haben Helmut Oehring und sein künstlerisches Team eine reduzierte Fassung der Oper erarbeitet, die 2013 als Auftragswerk von Berliner Staatsoper, Staatskapelle und Akademie für Alte Musik als Berliner Fassung und 2017 in Wuppertal in der Urfassung aufgeführt wurde.
Helmut Oehring wurde 1961 in Ost-Berlin als Sohn gehörloser Eltern geboren und zählt seit Anfang der 1990er Jahre zu den herausragenden internationalen Komponist*innen unserer Zeit. Seine Muttersprache ist die Gebärdensprache der Gehörlosen, die bestimmten Ebenen seiner audiovisuellen Musik durch das ihr innewohnende räumliche Moment eines körpersprachlichen Ausdrucks verwandt ist.
Programmempfehlungen nach Altersgruppe
In den Medien
radio3 vom rbb, 30. Dezember 2025
Ankündigung in der Sendung „Neue Musik aktuell“ zum Nachhören HIER (ab 16:20 Minuten)
rbb, 24. Januar 2026
Der Beitrag von Steffen Prell in „rbbKultur - Das Magazin“ zum Ansehen HIER (ab 13:20 Minuten) und zum Nachlesen HIER
Pressestimmen
„Sebastian Baumgarten sortiert und verdichtet und schafft den Spagat von Oehrings Klangkosmos hin zum Gesamtkunstwerk, das sämtliche Register zieht.“ (nachtkritik.de, 24. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Sylvia Belka-Lorenz zum Nachlesen HIER
„Hinter den Fensterjalousien des Studios öffnen sich dank faszinierender Videobilder Welten, die mal an David Lynch, mal in ihrer Symmetrie an barockes Kulissentheater denken lassen.“ (Die Deutsche Bühne, 24. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Georg Kasch zum Nachlesen HIER
„Alles in allem: ein Wurf“ (kultura-extra.de, 24. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Andre Sokolowski zum Nachlesen HIER
„Es entsteht ein ganz eigener Sog.“ (inforadio vom rbb, 24. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Harald Asel zum Nachhören HIER
„AscheMOND oder The Fairy Queen“ im Staatstheater Cottbus ist mutig, bildstark und anspruchsvoll - und voller Überraschungen.“ (Märkische Oderzeitung/Lausitzer Rundschau, 24. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Christina Tilmann als Bezahlbeitrag auf LR+ zum Nachlesen HIER
„Ein Abend, der unter die Haut geht und nachwirken wird.“ (Berliner Morgenpost, 24. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Volker Blech als Bezahlbeitrag zum Nachlesen HIER
„Die Musik pendelt von Purcell zu Oehring und retour, schleudert böse und gnadenlos Dissonanzen in den wohligen Schmaus.“ (orpheus - Oper und mehr, 26. Januar 2026)
Die ganze Kritik von Jürgen Rickert zum Nachlesen HIER
Präsentiert von
-
Hörschleife vorhanden
Sie können induktiv über die Telefonspule Ihrer Hörgeräte hören. -
Für Rollstühle geeignet
Wir bitten dennoch um Anmeldung per E-Mail oder unter 0355 7824 242.
Besetzung
-
Musikalische Leitung
-
Regie
-
Bühne
-
Kostüm
-
Video
-
Soundkonzeption und -produktion
-
Choreinstudierung
-
SignMimoChoreografie
-
Dramaturgie
-
InspizienzMartin Eitner
-
Musikalische Assistenz
-
RegieassistenzMarianne Westermann, Tamina Alex, Burhan Orchan Oglou
-
AusstattungsassistenzFrida Grubba
-
Chorassistenz
-
Gehörlose Gebärdensolistin / Stimme / SignMimoPerformance
-
Sopran (auch Gebärden)
-
Mezzosopran (auch Gebärden)
-
Countertenor (auch Gebärden)
-
Tenor
-
Bariton
-
Solo-Instrumente
-
Gitarren und Stimme
-
Akkordeon und Stimme
-
Stimme ZuspieleSigrun Fischer, Felix Kroll und andere
-
StatisteriePetra Brehmer, Martha Hoyer, Jasmin Buder, Diana Geithe-Randt, Laura Zieboll, Thomas Mietk, Marcus Schulze, Heiko Kühler, Alexander Girnt
-
Gemischter Chor (auch Gebärden)
-
Es spielt
-
Barockensemble (auch vokal / chorisch)Bach Consort Cottbus
-
Cembalo / Orgel und Leitung Barockensemble