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SparteKonzert
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Spielstätte
Bewegung beginnt leise. Friedrich Kuhlau verließ 1810 Hamburg und fand in Kopenhagen eine neue Heimat. Seine ELVERHØJ-OUVERTÜRE von 1828 wurde zum musikalischen Zeichen dänischer Identität – geschrieben von einem Deutschen im Exil. Ein Ortswechsel prägt einen neuen Klang. Kultur entsteht aus Verschiebung. Frédéric Chopin ging 1829, neunzehnjährig, von Warschau fort – und kehrte nie zurück. Sein ZWEITES KLAVIERKONZERT IN F-MOLL von 1830 bündelt diese Spannung. Das Larghetto bewahrt ein stilles Liebesbekenntnis an die Sängerin Konstancja Gładkowska, unausgesprochen und doch unausweichlich. Die Pianistin Mariam Batsashvili gestaltet diesen inneren Impuls als kontrollierte Intensität. Vorwärtsdrang prägt hier die Haltung: Musik als Bewegung, die nicht ankommen will, sondern unterwegs bleibt.
Carl Nielsen treibt diesen Impuls ins Äußerste. In der FÜNFTEN SINFONIE von 1922 erhält der Soloschlagzeuger die Anweisung, „um jeden Preis zu stören“. Improvisieren, unterbrechen, destabilisieren – es gehört zur Partitur. Nielsen spricht von einem Kampf zwischen zerstörerischer Kraft und Lebenswillen. Nach dem Ersten Weltkrieg komponiert, spiegelt die Sinfonie die Erschütterung ihrer Zeit. Das Orchester behauptet sich gegen die Störung. Hier entscheidet sich Bewegung existenziell. Von der Migration über das persönliche Bekenntnis bis zum orchestralen Widerstand setzt sich Musik in Bewegung. Wo Landschaften und Strukturen sich wandeln, wie in der Lausitz, gewinnt Bewegung existenzielle Bedeutung. Benjamin Reiners dirigiert einen Abend, an dem Stillstand keine Option bleibt.
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Hörschleife vorhanden
Sie können induktiv über die Telefonspule Ihrer Hörgeräte hören. -
Für Rollstühle geeignet
Wir bitten dennoch um Anmeldung per E-Mail oder unter 0355 7824 242.
Besetzung
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MUSIKALISCHE LEITUNGBenjamin Reiners
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KLAVIERMariam Batsashvili
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ES SPIELT