Timofey Kulyabin ist Theater- und Opernregisseur. Geboren 1984, absolvierte er im Jahr 2007 sein Regiestudium an der Russischen Theaterakademie in Moskau (GITIS). Zwischen 2007 und 2022 arbeitete er am Theater „Rote Fackel“ in Nowosibirsk, dessen Chefregisseur er 2015 wurde. Er realisierte dort zahlreiche Inszenierungen, die eine radikale Neuinterpretation klassischer Texte darstellten und mehrfach mit dem russischen Nationaltheaterpreis „Goldene Maske“ ausgezeichnet wurden. In Deutschland gastierten seine „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow und „Kinder der Sonne“ von Maxim Gorki.
Parallel dazu erarbeitete er zahlreiche Inszenierungen an anderen Theatern in Russland und in Europa, darunter: Theater der Nationen (Moskau), Residenztheater, (München), Schauspielhaus Zürich, Deutsches Theater (Berlin), Schauspiel Frankfurt, Badisches Staatstheater (Karlsruhe), Nationaltheater Sibiu, Rumänien, Nationaltheater „Ivan Vazov“ (Sofia, Bulgarien), Antikes Theater von Epidaurus (Griechenland). Seine Produktion „In der Einsamkeit der Baumwollfelder“ nach Bernard-Marie Koltès mit Ingeborga Dapkunaite und John Malkovich (Dailes-Theater, Riga, 2021) war als Gastspiel in 12 Ländern, darunter auch in Deutschland, zu sehen.
Seit 2009 arbeitet er auch als Opernregisseur, seine Produktionen liefen erfolgreich unter anderem am Staatlichen Akademischen Opern- und Balletttheater Nowosibirsk, Bolschoi Theater (Moskau), Opernhaus Wuppertal, an der Staatsoper Prag und an der Opéra National de Lyon. Seine „Pique Dame“ (2024) in Lyon wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zur „Aufführung des Jahres 2024“ gewählt und führte zudem das Ranking der Frankfurter Allgemeine Zeitung „Die besten Opernproduktionen des Jahres 2024“ an.
Aufgrund seiner Antikriegshaltung musste Timofey Kulyabin im Februar 2022 von seinem Amt als Chefregisseur des Theaters „Rote Fackel“ zurücktreten, seine Inszenierungen in Russland wurden abgesetzt. Seit 2022 lebt und arbeitet er in Deutschland.
Stand: Juni 2026
Wirkt mit in …
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Regie