Ob in Paris oder Prag, die Strahlen der Wiener Klassik leuchteten auf dem ganzen musikalischen Kontinent noch lange nach und finden ihr Echo auch über 100 Jahre später in den Werken von Komponist*innen. So ließ sich Antonín Dvořák direkt von Mozarts „Gran Partita“ inspirieren und Charles Gounod fand in der Klarheit und der entwaffnenden Direktheit der Serenaden von Haydn und Mozart sein Vorbild. Was als Ständchen auf abendlichen Gassen im alten Wien seinen Ursprung hatte, war da schon längst zum Kunstgenuss in Konzertsälen geworden. Statt spontaner Ehrung vor dem Fenster einer geschätzten oder gar geliebten Person drangen nun die Klänge aus den Gebäuden heraus, durch offene Fenster manchmal sogar bis auf die Straße. Wenn das geschieht durchweht auch heute noch ein melancholischer Zauber die Stadt, in dem vergangene Zeiten nachklingen und seine Töne schwerelos die Gegenwart erfüllen.
Gerahmt wird das Konzert wie immer von smoothen live Electronic Klängen von DJ ST101.
Charles Gounod (1818–1893)
Petite Symphonie, B-Dur für Bläser (1885), op. 216
Antonín Dvořák (1841–1904)
Serenade d-Moll für 10 Bläser, Violoncello und Kontrabass, op. 44
17.30 – 18.00 Uhr Warm Up & 30 min. Chill Out im Anschluss an das Konzert mit ST101