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Onkel Wanja

Schauspiel von Anton Tschechow
Deutsch von Angela Schanelec nach einer Übersetzung von Arina Nestieva

Jahrelang kümmerte sich Onkel Wanja mit seiner Nichte Sonja hart arbeitend um das Landgut seiner verstorbenen Schwester. Jede Kopeke wurde aufgespart für seinen Schwager, den Professor Alexander Wladimirowitsch Serebrjakow, der sich in der Stadt der Karriere widmete und als große Hoffnung galt. Nun ist Serebrjakow im Ruhestand und hat sich aus finanziellen Gründen mit seiner jungen zweiten Frau Jelena Andrejewna auf dem Landgut niedergelassen. Doch er entlarvt sich als ein unzufriedener Tyrann, dessen vermeintliche wissenschaftliche Leistungen ohne die geringste Nachhaltigkeit sind. Onkel Wanja bedauert zutiefst, sein Leben sinnlos aufgeopfert zu haben, und schwärmt für Jelena Andrejewna. Diese aber fühlt sich zu dem befreundeten Arzt Michaíl Lwowitsch Astrow, einem ökologischen Visionär und begeisterten Fan der russischen Wälder, hingezogen und er zu ihr. Ganz zu Sonjas Leidwesen, die wiederum insgeheim in Astrow verliebt ist. Für Augenblicke gibt jeder von ihnen der Vision eines imaginären anderen Lebens Raum. Bis Onkel Wanja in Astrow den Konkurrenten erkennt und Serebrjakow das Landgut verkaufen will. Da kommt es beinahe zur Katastrophe.

ONKEL WANJA von Anton Tschechow (1860-1904) wurde 1899 im Moskauer Künstlertheater uraufgeführt. Schauspieldirektor Jo Fabian setzt sich zu diesem tragikomischen Meisterwerk mit der ihm eigenen bildhaften und assoziativen Theatersprache ins Verhältnis.

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PREMIERE Samstag, 4. November 2017 | Großes Haus

Präsentiert von

Besetzung

RegieJo Fabian
Bühne & KostümePascale Arndtz
DramaturgieJan Kauenhowen
RegieassistenzLukas Pohlmann
 
Alexander Wladimirowitsch SerebrjakowThomas Harms
Jelena AndrejewnaLisa Schützenberger
Sofja Alexandrowna (Sonja)Lucie Thiede
Maria Wassiljewna WojnizkajaSigrun Fischer
Iwan Petrowitsch Wojnizkij (Wanja)Axel Strothmann
Michail Lwowitsch AstrowGunnar Golkowski
Ilja Iljitsch TeleginAmadeus Gollner
MarinaMichaela Winterstein
TänzerinAnnaLisa Canton, Mandy Krügel
 
PianistHans Petith

Rezensionen

Detlev Baur, Die deutsche Bühne, 5.11.2017

„Selten gab es bei einer Tschechow-Inszenierung so viel zu lachen - und mitzuleiden, gerade weil sie nicht Tschechows Figuren nachbilden will, sondern mit Hilfe der Textvorlage ein überzeugendes Gesellschaftsporträt zeichnet. […] Ein großer Theaterabend.“

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Frank Starke, nachtkritik.de, 5.11.2017

„Am Cottbuser Staatstheater wird ‚Onkel Wanja‘ in der Regie des neuen Schauspieldirektors Jo Fabian gespielt. Man klammert sich dabei nicht an den Text, sondern spielt vielmehr ein Nachdenken über das Stück, mit einer überaus vitalen, frischen, mal ironischen, mal witzigen Sicht auf die Vorlage und ihre Figuren. […] Dabei findet Fabian beeindruckende Lösungen, um die Langeweile, den Leerlauf auf dem alten Gut irgendwo in den Weiten Russlands greifbar zu machen. […] Am Ende viel Beifall für eine bemerkenswert-lustvolle Inszenierung mit einer Wundertüte voller szenischer Einfälle.“

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Peter Claus, Kulturradio vom rbb, 6.11.2017

„Die Intelligenz in der Spiegelung einer diffusen Lebensangst, viele exzellente Schauspiel-Momente, die spürbare Lust des Ensembles, gemeinsam mit Jo Fabian zu neuen Ufern aufzubrechen, all das ist überaus anregend.“

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Renate Marschall, Lausitzer Rundschau, 6.11.2017

„Sonst überwiegt ja oft das Dramatische, hängt die Schwermut der russischen Seele über allem. Nicht so in Cottbus. Jede einzelne Figur hat wohl an ihr zu tragen, aber eher, was ihr Innenleben betrifft. […] Für Jo Fabian ist Theater Experiment – auch am Zuschauer, der bei ihm Teil der Inszenierung ist. […] Theater zu machen wie Jo Fabian, funktioniert nur mit Schauspielern, die ihr Handwerk meisterlich beherrschen. Allen, die an diesem Abend auf der Bühne standen, ist das zu bescheinigen.“


Stephanie Lubasch, Märkische Oderzeitung, 6.11.2017

„Nein, hier wird keine Authentizität behauptet – hier wird der Zustand einer Gesellschaft illustriert, auf den das Publikum selbst sich einen Reim machen soll. Hintersinnig ist das, sinnlich auch, ein bisschen melancholisch, überraschenderweise aber streckenweise auch zum Brüllen komisch – und getragen von einem ungemein präzise und fein miteinander arbeitenden Ensemble, dem das Publikum am Ende ebenso wie dem Inszenierungsteam mit tosendem Applaus dankt.“

Bildergalerie

Film

ONKEL WANJA - Staatstheater Cottbus (Trailer)

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Meinungen

"Früher war mehr Lametta" jammern die einen über das Stück Onkel Wanja, "ein großer Theaterabend" befinden die anderen (siehe Rezensionen). Warum ist das Stück für jung und alt gleichermaßen (im …