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Großes Haus
29.04.2017, Samstag, 19:30 UhrKarten online kaufen

Glauben Lieben Hoffen

Ein musikalisches Familienfest von Matthias Messmer, Hans Petith und Bettina Jantzen
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Geburtstage, Weihnachten, Einschulungen, Hochzeiten, Trauer­feiern … – Familienfeste verraten rücksichtslos, woran wir glau­ben, was wir lieben und worauf wir hoffen. Also feiern wir eins! Mit feinen Chansons und hartem Rock, mit Live-Band und den besten Sängern des Schauspielensembles, mit irrwitzigen Sprüngen zwischen den Festen und den Zeiten. Los geht’s … Die Tochter hat „Happy Birthday“ (Stevie Wonder). Der Rest der Familie zuckt mit den Achseln: Natürlich, „mit 17 hat man noch Träume“ (Peggy March). Dabei steckt der „Teenager“ (Bodo Wartke) doch bloß in der Pubertät, weshalb der Vater jetzt mal zeigt, wo’s langgeht: „Don’t stop me now“ (Queen). So klang einst sein Heiratsantrag … – Mutter träumte prompt vom „Ring an meinem Finger“ (Robert Schumann) und vergaß die Liebe „auf der Wiese“, mit der sie „Gras gekaut“ hatte (Veronika Fischer). Seitdem rast die Zeit. Schon steht ihre Tochter mit der Schultüte da, um „alles, was ich sein will“ (Rio Reiser) zu erahnen, und wenig später einen Freund zum Feiern mitzubringen. Der mischt mit seiner fremden Kultur die Familie auf oder muss mitten in der Party „nur noch kurz die Welt retten“ (Tim Bendzko). Die reiche Tante, die „lieber Orangenhaut“ (Ina Müller) hat, beschleicht Neid gegenüber der jungen Nichte. Inmitten weihnachtlicher Geschenkfülle steht plötzlich die Frage im Raum, was es mit der Sehnsucht, sich „satt zu essen“ (Pension Volkmann), auf sich hat. Die Alten im Kreis haben andere Sorgen: „Wir waren ver­schwor’n, wär’n füreinander gestorben …“. Jetzt hat der eine von beiden Ernst gemacht und der andere hat ihn bestenfalls noch „in meiner Seele“ (Herbert Grönemeyer). Vaters 40. weitet sich zur Ehekrise aus, weil Mutter mit „Zieh die Schuh aus“ (Roger Cicero) nervt und nach viel „Rum & Coca Cola“ (Andrews Sisters) Entgleisungen stattfinden, die kaum in den Griff zu bekommen sind. Und während der Onkel überzeugt ist, alle haben nur ein „Lobdefizit“ (Funny van Dannen), krempelt er sein Single-Dasein völlig um und die jungen Leute starten in ihr eigenes Leben, zu dem man ihnen nur wünschen kann: „Spring“ (Silly)! 

Mal tolerant, mal engstirnig, manchmal ängstlich, meist aber liebevoll meistern wir für gewöhnlich familiäre Heraus­forderungen. Das musikalische Fest am 7.10.2016 bildet den Auftakt für eine Premierenfolge des Schauspiels, in der wir den Kreis derer, die zu unserer Familie zählen, im Laufe der Spielzeit 2016/17 weiter und weiter ziehen. 

 
 
 


Präsentiert von
 
 

Besetzung

RegieMatthias Messmer
Musikalische LeitungHans Petith
BühneGundula Martin
KostümeSusanne Suhr
ChoreografieGundula Peuthert
DramaturgieBettina Jantzen
RegieassistenzJens Dierkes
 
OmaHeidrun Bartholomäus
MutterSigrun Fischer
SchwesterKristin Muthwill
TochterAriadne Pabst
VaterKai Börner
OnkelThomas Harms
FreundRoland Schroll
 
Musiker
Hans Petith (Klavier, Akkordeon)
Dan Baron (Gitarren)
Martin Klenk (Cello)
Ramona Geißler (Bass)
Lu Schulz (Saxophon)
Heiko Liebmann (Schlagzeug)

Rezensionen

Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 10.10.2016

„[…] Songs von bekannten Ohrwürmern bis brandneu, von Ost bis West, haben Regisseur Matthias Messmer, Schauspielkapellmeister Hans Petith und Dramaturgin Bettina Jantzen zu einer Familiengeschichte verknüpft, in der Schauspieler nicht nur überzeugend Familie spielen, sondern (mitunter noch kaum geahnte) bemerkenswerte sängerische Qualitäten präsentieren. Zudem wird in stimmigen Kostümen von Susanne Suhr mit den Knien geschlenkert, gerockt und getanzt, dass es eine Lust ist, fein choreografiert von der gebürtigen Cottbuserin Gundula Peuthert. […] die Großmutter erinnert sich: „Mit 17 hat man noch Träume". Heidrun Bartholomäus' raut mit ihrer Jazzstimme den alten Schlager so auf, dass sich selbst bei den erstaunlich vielen Jungen unter dem Premierenpublikum Rückenschauer einstellen. Sie vermag alles: besinnungslos feiern und sich besinnen – laut und leise. Als Rockröhre kann sich ihrem „Come together" schließlich niemand entziehen. […] Auch Kai Börner zeigt sich herrlich vielschichtig in den verschiedensten Songs und Situationen. Als Vater beschwört er die Vergangenheit herauf und rockt sich mit „Dont'n stop me now" die Seele aus dem Leib. Damit hatte er einst der Mutter (Sigrun Fischer, sinnlich, tough, hemmungslos überschäumend mit kraftvollem Gesang) einen Heiratsantrag gemacht […] köstlich komödiantisch Thomas Harms [Onkel], der sich, vom Publikum immer wieder angefeuert, als Onkel dem Feiern allzu sehr zugeneigt zeigt […] Insgesamt eine tolle Ensembleleistung mit vielen Farben. Mit viel Humor, aber auch viel Nachdenklichkeit, wunderbaren Chansons, Liedern und hartem Rock von einer Live-Band und einigen der besten Sänger des Schauspielensembles hingebungsvoll vorgetragen. Das Cottbuser Publikum, vollgesogen mit Glauben, Liebe und Hoffnung, wollte gar nicht mehr aufhören mit Klatschen […]“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 15.10.2016

„ […] Bekannte Songs wie Peggy Marchs „Mit 17 hat man noch Träume“ oder „Gras gekaut“ von Vroni Fischer bis zu „Spring“ von Silly reihten sich keineswegs zufällig aneinander, sondern beschrieben das Gefühlsleben einer ganz normalen Familie […] Matthias Messmer, Hans Petith und Bettina Jantzen haben diese klingenden Szenen zu einem musikalischen Familienfest fürs Publikum und zu festlichen Anlässen im Spiel arrangiert: Schulanfang, Weihnachten, Geburtstag. Sogar eine Beerdigung findet statt. Die Blumen fallen in den Orchestergraben, aber die da unten sind alles andere als tot. Hans Petith (Akkordeon), Dan Baron (Gitarre), Martin Klenk (Cello), Romana Geißler (Bass) und Heiko Liebmann (Drums) spielen einen tollen Sound und führen behutsam, wenn etwa Kristin Muthwill oder Sigrun Fischer in ganz eigener Rhythmik ihre Chansons dramatisieren. Sie besonders, aber auch Thomas Harms und Heidrun Bartholomäus schaffen das berühmte Gänsehautgefühl. Wie könnte es anders sein: Es gab viele Zugaben und tollen Beifall […] “


Thomas Klatt, Märkische Oderzeitung, 18.10.2016

„[…] Kann man ein Leben in Liedern darstellen? Ohne gesprochenen Text, ohne ein erklärendes Wort, ohne die deklamierende, zuweilen hehre, heilige Botschaft eines Staatstheaters? Man kann. […]„Glauben Lieben Hoffen" heißt dieses vergnügliche wie nachdenkliche Singspiel. […] Sehr still wird es im Zuschauerraum, wenn Heidi Bartholomäus als Großmutter mit ihrer wunderbaren Gisela-May-Stimme am Grab ihres Mannes den Grönemeyer-Text singt: „Du hast den Raum mit Sonne geflutet/ Ich trage dich bei mir bis der Vorhang fällt". Auch die anderen Schauspieler, Sigrun Fischer, Kristin Muthwill, Ariadne Pabst, Kai Börner, Thomas Harms und Roland Schroll leisten Großartiges. Wenn das Ensemble singt, dann ist das in Cottbus immer etwas Besonders. Diesmal ist es auch eine stimmlich-physische Herausforderung über mehr als 140 Minuten hinweg. […] Lieder von Bach bis Beatles, von Reiser bis Kaiser, die da von der Bühne […] in den Raum hineinschallen. Regisseur Matthias Messmer hat das alles passend arrangiert und schöne Spieleinfälle gezaubert. Der Musik-Chef des Schauspiels Hans Petith nebst kleiner Band und Dramaturgin Bettina Jantzen (Kostüme: Susanne Suhr) haben das Ganze harmonisch in dieser Uraufführung zusammengefügt. […]"


Jens Pittasch, Blicklicht, 11/2016

„ […] ein Liederabend […], der in seiner Zusammenstellung, besonders jedoch in seiner Inszenierung (Regie Matthias Messmer) und seiner musikalischen Qualität (Musikalische Leitung Hans Petith) überzeugt und zunehmend Tiefgang zeigt, ohne die Leichtigkeit zu verlieren. […] Die Musikauswahl ist dabei durchaus nicht alltäglich, reicht von Bach bis Beatles, von Veronika Fischer bis Folklore, von Rio Reiser bis Anna Depenbusch - insgesamt bilden mehr als 40 Titel die Grundlage dieses bemerkenswerten LebensLiederAbends. Der durchweg, an einigen Stellen aber besonders, auch gesanglich überzeugt. […] Die Band ist Extraklasse. Hans Petith (Klavier, Akkordeon), Dan Baron (Gitarren), Martin Klenk (Cello), Ramona Geißler (Bass), Lu Schulz (Saxophon), und Heiko Liebmann (Schlagzeug) können einfach alles und alles mitreißend gut. […] “

Bildergalerie

Film

GLAUBEN LIEBEN HOFFEN (Trailer) - Staatstheater Cottbus

Musik

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Meinungen

Auch ich erlebte einen wunderbaren Theaterabend mit dem musikalischen Familienfest. Die Darstellern von "Glauben, Lieben, Hoffen" hatten soviel Schwung, konnten tanzen, lieben, singen und spielen auf ihrer schrägen Bühne. Die …