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Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit

Komödie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Deutsch von Wolfgang Kaus
SOMMERTHEATER OPEN AIR IM HOF DER ALVENSLEBEN-KASERNE COTTBUS

Am Morgen seines lang ersehnten Hochzeitstages schwebt der verliebte Figaro, Kammerdiener des Grafen Almaviva im spanischen Sevilla, geradezu auf Wolke Nummer sieben. Noch ahnt er nicht, dass der Graf selbst ein Auge auf seine Verlobte, die Kammerzofe Susanne, geworfen hat und für sich das „ius prima noctis“, das „Recht der ersten Nacht“, in Anspruch nehmen möchte, welches er einst zu Gunsten seiner heutigen Gattin, der schönen Gräfin Rosina, abgeschafft hatte.

Während der Graf viel Einfallsreichtum walten lässt, um sich Susanne ungestört nähern und sie erobern zu können, entspinnen sich an anderer Stelle hinter den Kulissen Intrigen, bei denen der Arzt Dr. Bartholo und seine Wirtschafterin Marceline eigene Interessen verfolgen: Marceline pocht gegenüber dem deutlich jüngeren Figaro auf ein viele Jahre zurückliegendes Heiratsversprechen, das er ihr damals unter fragwürdigen Umständen gegeben hatte. Und Dr. Bartholo sieht eine Gelegenheit gekommen, um sich endlich für die Entführung seines einstigen Mündels Rosina zu rächen, bei der Figaro eine entscheidende Rolle gespielt hatte. Parallel dazu flirtet der naive Cherubin, ein androgyner Page des Grafen, hemmungslos mit allen Frauen am Hofe.

Nach schier unendlich erscheinenden Verwirrungen und klugen Listen, insbesondere der Frauen, lösen sich die amourösen Verstrickungen jedoch am Ende dieses wahrlich „tollen“ Tages: Der Graf, schließlich selbst der Blamierte, bittet seine Gattin um Verzeihung und Figaro kann endlich Hochzeit halten.

Jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn sind Sie auch diesmal wieder eingeladen, beim VORPROGRAMM Einblicke in die jeweiligen Lustzimmer von Graf und Gräfin zu werfen oder andere Aspekte der männlichen und weiblichen Jagd aufeinander kennen zu lernen, sich selbst einem wohl tuenden Verwöhnprogramm hinzugeben oder sich einfach nur an französisch angehauchten, gastronomischen Genüssen zu laben.  

PREMIERE Freitag, 17. Juni 2016

Präsentiert von
 

Besetzung

RegieBettina Rehm
Musikalische LeitungLu Schulz
Bühne und KostümeJulia Hattstein
ChoreografieAnnaLisa Canton
DramaturgieSophia Lungwitz
RegieassistenzThomas Gipfel
 
Graf AlmavivaOliver Breite
GräfinSigrun Fischer
Figaro, Kammerdiener des GrafenMichael von Bennigsen
Susanne, seine VerlobteAriadne Pabst
CherubinGregor Knop
FanchetteSamira Julia Calder
MarzellineKristin Muthwill
Bartholo, DoktorRolf-Jürgen Gebert
Basilio, MusiklehrerThomas Harms
Antonio, Gärtner, Vater FanchettesMichael Becker
 
Musiker Lu Schulz und Jörg Kandl

Rezensionen

Renate Marschall, Lausitzer Rundschau, 20.6.2016

„[…] Was kommt dabei heraus, wenn acht Männlein und Weiblein gleichzeitig in ein Bett springen, es zudem den einen immer unter die Zudecke des anderen zieht? Eine Komödie. […] Für die Zuschauer, das zeigte der Beifall am Premierenabend, ein Riesenspaß, wie hier auf pointierte Weise und mit viel List – bevorzugt weiblicher – die Klippen des Lebens und der Liebe genommen werden. Die Bühne besteht aus einem riesigen alten Bett – eine tolle Idee von Bühnenbildnerin Julia Hattstein und Regisseurin Bettina Rehm. Ausgelegt mit Trainingsmatten, ergibt es eine Spielwiese, auf der die Figuren sich, dank des dicken Schaumgummis, nie so ganz sicher bewegen. Tastend, stolpernd, fallend, sich gegenseitig stützend, wie das im Leben und der Liebe so ist. […] Großartig, wie hier die beiden Saxofonisten Lu Schulz und Jörg Kandl musikalisch mit angejazzten Zitaten aus Mozarts Oper "Die Hochzeit des Figaro" ihren Senf dazugeben. […] Hier walten so viel Ideenreichtum, Witz, schauspielerisches Können und Spielfreude, dass dieser Hochzeitstag mit Hindernissen ein toller Abend für die Zuschauer ist. Auch dank dieses unter einer Decke steckenden Schauspielensembles. Oliver Breite – schön, dass er wieder eine Aufgabe in Cottbus übernommen hat – ist ein Graf zwischen Machtbewusstsein und dem Wissen um seine Grenzen, die er meist ungeschickt zu vertuschen sucht. Sigrun Fischer ist als Gräfin hin und her gerissen zwischen der Liebe zu ihrem Mann und Cherubins (köstlich als wilder Jüngling Gregor Knop) dreisten Annäherungsversuchen. […] Kristin Muthwill als Marzelline mit einem körperlichen Gebrechen geplagt, weiß das mit viel Witz einzusetzen, sodass sie die Lacher auf ihrer Seite hat. Selbst die kleineren Rollen sind so ausgestattet, dass sie viel zum Amüsement beitragen. Der von Marzelline genervte Dr. Bartholo (Rolf-Jürgen Gebert), Michael Becker als um seine Levkojen besorgter Schlossgärtner und Fanchettes Vater sowie Thomas Harms als etwas neben sich stehender Musiklehrer Basilio. Ariadne Pabst und Michael von Bennigsen sind als Susanne und Figaro nicht einfach Untergebene. Sie kämpfen um ihr Recht und ihre Würde, lassen so die Entstehungszeit des Stückes mitschwingen. […]“


Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung, 27.6.2016

„[…] Gespielt wird unter freiem Himmel im Hof der Alvensleben-Kaserne […]. Auf dem Areal sind ein paar Pavillons aufgebaut, die auf aristokratische Dekadenz und Verwöhntheit anspielen. Gegenüber vom gräflichen Lustzimmer kann man sich vor der Aufführung die Schultern weich kneten lassen und sich dabei fühlen wie der Baron von Cottbus. Sehr angenehm. […] Ariadne Pabsts Susanne springt von Selbstbehauptung in Unterwürfigkeit, von Dreistigkeit in Angst, von Unschuld in Verlockung, ohne als Figur auseinanderzubrechen. […] Wie die Macht in ihre Ohnmacht stolpert, ist eine Paraderolle für Oliver Breite. […] Was er da treibt, ist manchmal völlig grotesk und überspannt, pumpt aber ordentlich Energie in diese Inszenierung, die […] vom komödiantischen Talent der Schauspieler lebt. […]“


Tomas Petzold, Dresdner Neueste Nachrichten, 29.6.2016

„[…] die beinahe schwelgerische, nur leicht ironisierende, ebenso dezent historisierende Kostümierung und das Bühnenbild von Julia Hattstein haben eher etwas Opernhaftes. ,Neunzehn Fuß zu sechsundzwanzig‘ misst das Bett, das Graf Almaviva der Kammerzofe seiner Gattin zur Hochzeit schenkt, und genau so, mit gleichfalls überdimensionierten Nachtschränken, steht es unter dem Abendhimmel, mit den zunächst variabel aufgetürmten Schaumstoffmatratzen eine wahre Stolperfalle mit mehr oder weniger plausiblen Verstecken und Ausflüchten: eine Maschinerie, in der alle handelnden Personen gründlich in die Mangel genommen, in Verwicklungen und Verkettungen der Ereignisse bzw. Intrigen geworfen werden und schließlich ohne jegliche plumpe Sexanspielungen in eine allgemeine Heiratseuphorie zu taumeln scheinen, in tieferer Wahrheit aber gezwungen werden, ihr eigentliches Wesen zu offenbaren. Was beinahe als Verdienst erscheint und irgendwie versöhnlich stimmt… […]“

Bildergalerie

Film

DER TOLLE TAG ODER FIGAROS HOCHZEIT - Staatstheater Cottbus (Trailer)

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