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Wozzeck

Oper in drei Akten von Alban Berg nach Georg Büchner 

Um Marie und das gemeinsame Kind finanziell zu unterstützen, bessert der arme Soldat Wozzeck seine mageren Verdienste auf: Er rasiert den Hauptmann, der ihn öffentlich demütigt, er schneidet Stecken für den Major und stellt sich einem irren Doktor als medizinisches Experimentierobjekt zur Verfügung. Während Wozzeck angespannt durch den trostlosen Alltag hetzt, erliegt Marie der Verführung des Tambourmajors, der ihr dafür zwei Ohrringe schenkt. Der Hauptmann und der Doktor machen sich einen Spaß daraus, Wozzeck mit Anspielungen auf Maries Untreue zu quälen. Er weiß letztlich keinen anderen Ausweg, als sie und sich zu töten.

Alban Bergs Musikdrama von 1925 basiert auf dem 1836/37 von Georg Büchner geschriebenen Dramenfragment „Woyzeck“, in dem der arme Stadtsoldat vergeblich versucht, seine kleine Familie in einem für ihn undurchschaubaren Weltgetriebe vor der Zerstörung zu bewahren. Er wehrt sich – jedoch nicht gegen die Hauptmänner, Doktoren, Tambours, sondern indem er sein Liebstes ersticht und sich selbst auslöscht. Das Kind, das den Schrecken verinnerlicht hat, bleibt zurück.

In einer solchen ausweglosen Situation kann auch die Musik nicht mehr glaubwürdig Harmonie vermitteln. Durch eine expressive Interpretation des Stoffes gelingt es Alban Berg, den „Weltenriss“ und den Druck der Gesellschaft auf die machtlose Kreatur sinnlich adäquat zum Klingen zu bringen. In Anknüpfung an die frei atonalen Meisterwerke Schönbergs verdichtet er komplizierte musikalische Konstruktionsprinzipien zu packenden und berührenden Figuren und Situationen.

PREMIERE Samstag, 24. Juni 2017

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische LeitungEvan Christ
RegieChristiane Lutz
Bühne und KostümeNatascha Maraval

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