SUGAR (Manche mögen's heiß)

Buch von Peter Stone nach dem Film „Some Like It Hot“ von Billy Wilder und I. A. L. Diamond,
basierend auf einer Story von Robert Thoeren
Gesangstexte von Bob Merrill | Musik von Jule Styne
Deutsch von Peter Ensikat

Die beiden chronisch mittel- und arbeitslosen Jazz-Musiker Joe und Jerry werden im Chicago des Jahres 1929 unfreiwillig Zeugen eines Mafia-Blutbades. Plötzlich stehen sie als Mitwisser selbst auf der Abschussliste des skrupellosen Gangsterbosses Gamaschen-Colombo und seiner Gang. Um den Verfolgern zu entkommen, heuern sie in ihrer Not bei einer Damenkapelle an, die sich gerade auf ein Gastspiel nach Miami begibt – verkleidet als Saxophonistin Josephine und Bassistin Daphne. Unter den Musikerinnen sticht sofort die aufregende Sugar Kane ins Auge, von der die beiden „Damen“ tief beeindruckt sind. Ohne ihre Identität preiszugeben, flirten sie mit der attraktiven Blondine, die eingesteht, eine Schwäche für Saxophonisten zu haben. Joe (Josephine) verliebt sich Hals über Kopf in Sugar und schlüpft erneut in eine Rolle, um als vermeintlicher Millionär und Traummann ihr Herz zu erobern. Jerry (Daphne) wird unbarmherzig von einem verliebten und angejahrten Millionär verfolgt, der sogar um ihre Hand anhält. Aber die Vergangenheit holt die beiden ein. Denn plötzlich tauchen die Mafiatypen auf, die hinter Joe und Jerry her sind … 

Billy Wilders Film „Manche mögen's heiß“ gehört zu den großen, absolut unwiderstehlichen Komödien der späten 50er Jahre, dem Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon zu großem Erfolg verhalfen. – Nach dieser Vorlage schrieben Peter Stone, Jule Styne und Bob Merrill das Musical SUGAR (Manche mögen's heiß), das erstmalig am Staatstheater Cottbus zu erleben ist.

PREMIERE Samstag, 25. Juni 2016

Präsentiert von
 

 

Besetzung

Musikalische LeitungIvo Hentschel
Inszenierung/
Choreografie Solisten und Chor
Klaus Seiffert
Bühne und KostümeBarbara Krott
Choreografie BallettDirk Neumann
Choreinstudierung/
Chorassistenz
Christian Georgi
DramaturgieArno Lücker
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Bo-Kyoung Kim, Andreas Simon
RegieassistenzAnnaLisa Canton, Mandy Krügel
 
Sugar KaneDebra Stanley
Joe (Josephine)Hardy Brachmann
Jerry (Daphne)Heiko Walter
Sir Osgood Fielding/
Inspektor/Impressario
Andreas Jäpel
Sweet SueCarola Fischer
BienstockDirk Kleinke
Gamaschen-ColomboAlexander von Hugo
Poliakoff/TaxifahrerMatthias Bleidorn
Zahnstocher-Charlie/MozzarellaIngo Witzke
Erster Gangster/
Zug-Ansager/Schaffner
Alexander Trauth
 
Gamaschen-Colombos Gang:
DudeNiko Ilias König
BenRené Klötzer
DickStefan Kulhawec
PedroJuan Bockamp
 
Society Syncopators:
OlgaKaterina Fridland, Sandra Bösel
DoloresMeike Funken, Beate Dittmann-Apel
MarylouKatharina Dittmar, Angela Budich
RosellaJulie Szelinsky, Sylvia Walter
RitaJennifer Hebekerl, Inmaculada Marín López
DeborahGreta Dato
DonnaDenise Ruddock
MitziEmily Downs
 
Tanzgirls im Nachtlokal/Mädchen am Strand Damen des Balletts
Rentner-Millionäre/Kellner im Nachtlokal/Männer am Strand Herren des Balletts
Arbeitslose Musiker/Rentner-Millionäre Herren des Opernchores
Automechaniker/Polizisten/Kellner/Pagen Herren der Statisterie
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 27.6.2016

„[…] Blitzende Strumpfbänder und Whiskey unter dem Sargdeckel, schmissige Swingrhythmen zwischen Trauermusik. […] Sie (Debra Stanley, d. Red.) füllt die Rolle (Sugar Kane, d. Red.) lustvoll mit naivem Charme, wie überhaupt die Spielfreude des Ensembles vom ersten Augenblick an auf das Publikum überspringt. […] Zumal Hardy Brachmann und Heiko Walter wahrlich mit jeder Faser in ihren Rollen aufgehen. […] Daphnes damenbestrumpfte Fußfessel aber stachelt auch den liebeshungrigen Millionär Sir Osgood Fielding zu Höchstleistungen an: „Ist wunderbar" – wie er unter'm Sternenhimmel Daphne anschmachtend singt (herausragend Andreas Jäpel). […] Die Sparten vermischen sich aufs Köstlichste an diesem heißen Abend. Die Sänger tanzen, die Tänzer singen. […] Dirk Kleinke als Bienstock, Matthias Bleidorn als Poliakoff und Carola Fischer als militante Sweet Sue heizen ein. […] diese Musik ist so heiß, dass sie sogar den härtesten Gangstern in die Beine geht. Da kann Gamasche (Alexander von Hugo) noch so böse mit seiner Knarre herumfuchteln, was die Beine tun, ist klasse. Man hätte gern mehr Stepp-Einlagen des aus Wuppertal stammenden Gastes mit seiner tanzenden Gang gesehen. Alles in allem: ein wirklich heißes Mehrspartenprojekt zum Ende der Spielzeit mit bittersüßer Ironie, überraschenden Regieideen des musicalerfahrenen Regisseurs Klaus Seiffert, einer übermütigen Choreografie im feinen Zusammenspiel mit Ballettchef Dirk Neumann und einem beswingten Philharmonischen Orchester unter Leitung von Ivo Hentschel. […]“


Kai Wulfes, musicalzentrale.de, 30.6.2016

„Solide Inszenierung eines matten Musicals, die durch zwei grandiose Hauptdarsteller (Hardy Brachmann und Heiko Walter) aufpoliert und auf Spaß-Kurs gebracht wird. […] Eine auf einem niedrigen Podest stehende Wand auf der Drehbühne ermöglicht mit nur wenigen Versatzstücken versehen reibungslose Szenenwechsel. […] Ausstatterin Barbara Krott zeichnet die Gangster-Metropole (Chicago, d. Red.) dabei eher trist und grau, während im Millionärsparadies Miami Goldtöne dominieren. Auch das mit vielen liebevollen Details gespickte Dreißigerjahre-Kostümbild setzt optische Glanzlichter und schicke Akzente. […] Agieren Chormitglieder in Musicals landauf landab oftmals als statisch-unlustige Masse, so gelingt Seiffert (dem Regisseur, d. Red.) hier das Wunder, dass sie sich im ersten Miami-Bild als drollig-überzogene, lüsterne Tattergreise durch die Szene schleppen. […] Ohnehin beweist das Cottbusser Musiktheater-Ensemble, dass es durchaus auch musicaltauglich ist. Die Produktion kommt mit nur einem einzigen Gast aus: Alexander von Hugo. In der kleinen Rolle des zwielichtigen Ganoven Gamaschen-Colombo zeigt er – umringt von tumben wie kraftstrotzenden Gangstergenossen (Niko Ilias König, René Klötzer, Stefan Kulhawec und Juan Bockamp) – seine Steppkünste. […] Zum Glück ist Debra Stanley die blonde Marilyn-Perücke erspart geblieben, sodass sie als […] ihre eigene Figur (Sugar Kane, d. Red.) kreieren darf. Stanley gibt nicht ein dummes Naivchen, sondern eine vom Leben bisher enttäuschte Frau […]. Ihr schöner Sopran glänzt solistisch […] harmoniert aber auch prächtig mit ihren männlichen Bühnenpartnern. […] Ganz im Zentrum der Vorstellung stehen Hardy Brachmann (Joe/Josephine) und Heiko Walter (Jerry/Daphne), die dem Affen so richtig Zucker geben. Dabei gleiten sie als Männer im Fummel nie in Richtung alberne Klamotte ab, sondern zeichnen Josephine und Daphne als bodenständige, charmante Damen. In seiner Drittverkleidung als angeblicher Millionär „Shell Junior" kann Brachmann dann noch eine weitere, snobistische Ader ausspielen. Beide Darsteller singen und tanzen, dass es eine wahre Freude ist […].“

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Es war wie ein Wunder: Wir hatten am selben Tag für den Abend noch Karten in der zweiten Reihe bekommen. Ein wunderbares Stück, temperamentvoll und musikalisch vorgetragen! Der Abend (30.09..2016) …