La Traviata

Oper von Giuseppe Verdi
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Pariser Edel-Prostituierte Violetta Valéry, die sich selbst als „traviata“ bezeichnet, als „vom rechten Weg abgekommen“, stürzt sich in den Rausch des Augenblicks, um ihre tödliche Krankheit zu vergessen. Da begegnet ihr der junge Alfredo Germont. Im Gefühl, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, sind beide bereit, alles dafür aufzugeben. Violetta und er ziehen aufs Land, in ein Idyll der Zweisamkeit. Ein Neuanfang scheint möglich. Doch die Vergangenheit holt die Liebenden ein. Als Alfredos Vater an Violettas Gewissen appelliert, auf seinen Sohn zu verzichten, da ihr schlechter Ruf die Hochzeit seiner Tochter gefährde, gibt Violetta verzweifelt nach. Sie schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief und versucht, in ihren früheren glamourösen Gesellschaften erneut Fuß zu fassen. Nach einem öffentlichen Eklat zieht sie sich jedoch zurück – allein und in einem aussichtslosen Zustand. Geächtet von der Umwelt, moralisch belas­tet von Alfredos Vater und verlassen von ihrem Geliebten, stirbt die einstige Liebesgöttin von Paris an der Kälte, die sie umgibt.

Giuseppe Verdi erzählt Violettas Lebensgeschichte nach Alexandre Dumas‘ „La dame aux camélias“ als ein Seelengemälde mit Musik von kristalliner Klarheit. 1853 in Venedig uraufgeführt, wurde das dicht gebaute musikalische Kammerspiel LA TRAVIATA zu Verdis berühmtestem Werk überhaupt. Nach LUCIA DI LAMMERMOOR widmet sich das Staatstheater erneut einer Belcanto-Oper.

PREMIERE Samstag, 29. März 2014

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische LeitungEvan Alexis Christ
RegieManfred Schweigkofler
BühneWalter Schütze
KostümeMateja Benedetti
ChoreinstudierungChristian Möbius
ChoreographieAnnaLisa Canton
DramaturgieBernhard Lenort
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Christian Georgi, Bo-Kyoung Kim, André Cipowicz, Daniel Klein
ChorassistenzChristian Georgi
RegieassistenzAnnaLisa Canton
 
ViolettaCornelia Zink, Debra Stanley
FloraMarlene Lichtenberg, Julie Szelinsky
AnninaCarola Fischer
Alfred GermontJens Klaus Wilde, Alexander Geller
Georg GermontAndreas Jäpel
GastonDirk Kleinke
Baron DoupholChristoph Bier
Marquis v. ObignyIngo Witzke
Doktor GrenvilJörn E. Werner
Joseph, Diener ViolettasMatthias Bleidorn
Diener bei FloraHans Anacker
Ein KommissionärJarosław Mielniczuk
 
Mit den Damen und Herren des Opernchores
Es tanzt das Showballett „uniques“ von der Interessengemeinschaft Cottbuser Carneval.
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 31.3.2014

„Alexander Geller, ein höchst glücklicher Zugewinn für das Cottbuser Ensemble, bringt sportive Agilität und vor allem eine ‚italienische‘ Tenorstimme mit, wie man sie sich als Zuhörer und als Opernintendant nur erträumen kann, kraftvoll, glänzend, federnd metallisch. Jubel aus dem Saal nach jeder Arie. […] Evan Christ wählt Tempi, die man nur fetzig nennen kann. Der morbide Streicherglanz in seidenmatt, mit dem die Ouvertüre gleich anfangs den Schlussakt vorwegnimmt, hält ihn nicht lange auf. Christ stürzt sich und das Orchester kopfüber in den Taumel. Das Sentiment fließt, die Verdi-Walzer drehen sich im munteren Totentanz, Orchestersoli leuchten hauchzart, wutgeladene Akkorde zischen. Das Drama kommt aus dem Graben. […] Alles in allem ein Augenschmaus für Liebhaber fülliger Bühnenbilder und ein hinreißendes vokales Freudenfest für jeden, der die famosen Cottbuser Sänger-Darsteller liebt.“


Claus Fischer, Kulturradio, 31.3.2014

Die Hauptpartien waren glänzend besetzt, Cornelia Zink, Mitglied des Cottbusser Ensembles, ließ als Violetta keine Wünsche offen. […]  Das emotionale Moment brachte sie in richtiger Dosierung zum Tragen, in den leisen Passagen konnte das schon Gänsehaut auslösen. Auch die Partie des Alfredo, also des Geliebten von Violetta, war sehr gut besetzt. […] Mit dabei war auch das Showballett der ‚Interessengemeinschaft Cottbusser Karneval‘. Das hat ganz hervorragend gepasst! Die Damen könnten – ohne Übertreibung – auch im Friedrichstadt-Palast gastieren, das hatte Schmiss und Stil. Im Verein mit dem wirklich grandiosen Chor des Cottbusser Staatstheaters bildete das ein optisch-akustisches Gesamtkunstwerk. […] Die Tempi waren sehr frisch und zupackend, einige Chöre waren erheblich schneller als man es gewohnt ist. Da kam ein richtiger ‚Drive‘ rein, der der Musik sehr gut getan hat, Evan Christ ist da bisweilen schon ein Zauberer, das hat mich beeindruckt.“


Antje Rößler, Märkische Oderzeitung, 1.4.2014

„Im Zentrum der von Walter Schütze entworfenen Bühne steht ein raumhoher kreisförmiger Rahmen, der mit neun Totenköpfen besetzt ist. […] Alexander Geller überzeugt in der Rolle [Alfredo, d. Red.] vor allem als Darsteller eines zärtlich und leidenschaftlich Liebenden. […] Giuseppe Verdis Diktum, die Musik sei hier ‚einfach und voll Leidenschaft‘, macht sich der Dirigent Evan Christ zu Eigen. Die Gefühlsgewalt steckt im Melodienreigen der Sänger. Das Orchester begleitet mit energiegeladenen Streicher-Rhythmen, in denen man den aufgeregten Herz- und Pulsschlag der Protagonisten vernimmt.“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 5.4.2014

„Diese ‚La Traviata‘-Inszenierung wurde so außerordentlich gefeiert, weil ein wunderbares Ensemble schöne Impulse von großartigen Gästen aufnehmen konnte. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Even Christ, dem es wohl auch ohne Gesangstexte zuzutrauen wäre, die aufwühlenden Gefühle dieser Notensprache zu kommunizieren. Meist setzt die Inszenierung die Instrumente sparsam flüsternd ein; Christ bringt alles in seelenvolle Balance. Großen Beifalls erfreute sich auch der Chor, einstudiert von Christian Möbius und es meisterten alle Solisten ihre in dieser Inszenierung anspruchsvolle Aufgabe.“

Bildergalerie

Film

LA TRAVIATA - Giuseppe Verdi

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Bezüglich des Bühnenbildes und der Inszenierung mag man geteilter Meinung sein; das ist aber bei einer Opernaufführung doch nicht so wichtig. Ich hatte fast alle (!) Aufführungen besucht; jene aber …