Das Geheimnis der Wolfsschlucht

Geschichte mit Musik für Kinder ab 8 Jahren nach „Der Freischütz" 
von Carl Maria von Weber und Friedrich Kind
Libretto von Eberhard Streul
Musikalische Einrichtung von Richard Vardigans

Zwei Kinder, Johanna und Matthias, stöbern auf einem Dachboden herum und entdecken in diesem Raum voll abgelegter Gegenstände die Welt des „Freischütz“: Eine Welt, die hunderte von Jahren zurück liegt und sich ihnen gleichwohl als merkwürdig vertraut entpuppt. Hier gibt es den seltsamen Brauch des „Probeschusses“, eines besonders folgenschweren Leistungstests, den Max bestehen muss. Ein übel wollender „Freund“ bietet seine Hilfe an, durch deren Annahme Max in noch größere Schwierigkeiten gerät und beinahe seine Braut tötet. Das Geschehen zieht Johanna und Matthias immer mehr in seinen Bann. Schließlich greifen sie selbst ein, um alles zu einem guten Ende zu bringen.

PREMIERE Dienstag, 22. Januar 2008

Besetzung

Musikalische LeitungFrank Bernard
RegieHauke Tesch
Bühne und KostümeHans-Holger Schmidt
DramaturgieBernhard Lenort
Regieassistenz
 
JohannaHanna Franke, Lara Brewing
MatthiasFabian Mildner, Nicolaus Bruno Szabó
MaxHardy Brachmann, Matthias Bleidorn
KasparHeiko Walter
KunoRüdiger Götze
ÄnnchenDebra Stanley, Anika Paulick
AgatheGesine Forberger, Annemarie Schlag
Fürst OttokarMartin Eitner
FürstinKatharina Dittmar
1. JägerDirk Kleinke, Thorsten Coers
2. JägerThomas Pöschel
 
Es spielt die Kammerbesetzung des Philharmonischen Orchesters.

Rezensionen

Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 24.1.2008

„Johanna erzählt Matze eine Geschichte. Sie handelt vor über 100 Jahren - was eher untertrieben ist - und berichtet von dem Prüfling Max, der vor lauter Leistungsdruck versagt, als es um eine Försterei für ihn geht, von einem gemeinen Kerl, der sich als Freund tarnt und Max nur immer weiter ins Unglück reißt, von Agathe, die Max bald heiraten will und von deren Freundin aus der Stadt, die man erst heftig ärgern muss, damit auch sie an Gespenster glaubt.
Diese Personen treten, umgeben von einer deftigen Staubwolke, natürlich in allerfeinster ‚Freischütz'-Verkleidung auf, richtig historisch in Samt und Spitzen, wie es sich auch erwachsene Opernbesucher immer mal wieder heimlich wünschen. Spielerisch tut sich das gesamte Ensemble von Max bis zum zweiten Jäger keinerlei Zwang an. Hardy Brachmann und Heiko Walter, Cornelia Zink und Gesine Forberger sangen aber auch nach allen Regeln der Opernkunst und siehe da - die halbwüchsigen Knaben und Mädchen, die die Kammerbühne füllen, hören andächtig zu bei dieser merkwürdigen Kunstausübung, die so gar nicht cool ist, sondern nach Anstrengung aussieht. Ein Kammerensemble des Orchesters, Streichquintett, Fagott, Klarinette und Frank Bernard am Klavier, begleitet die Sänger vorzüglich. [...] Stück und Inszenierung machen den kindlichen Zuschauern die Teilnahme am Geschehen leicht. Johanna und Matthias, sehr munter, glaubwürdig und frei heraus gespielt von den begabten Kindern Sandra Vogel und Charles Kreische, sprechen ihre Sprache, etwas verfeinert zwar, aber nicht abgehoben. Sie benutzen ihre Gesten und bewegen sich in heutiger Körpersprache. [...] Zum anderen hat das Regie- und Ausstattungsteam um den Regisseur Hauke Tesch auch nicht mit Theaterzauber gespart. [...] Die Schulen sollten eifrig davon (von diesem Angebot, Anmerkung der Red.) Gebrauch machen. Es lohnt sich und es macht vor allem Spaß."


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 26.1.2008

„Kinder stöbern, stoßen zufällig auf ein Textbuch und Requisiten. Ihre Phantasie lässt die ‚Freischütz'-Geschichte ablaufen. [...] Hardy Brachmann und Heiko Walter als Max und Kaspar, Cornelia Zink als Ännchen, Gesine Forberger als Agathe und die anderen Protagonisten legen sich ganz opernecht ins Zeug, doch ihr Tun wird bisweilen unterbrochen von den Fragen, Zweifeln und Protesten der Kinder. [...] Hauke Tesch führt in Cottbus Regie und lenkt zwei Kinder, Sandra und Charles aus dem Theaterchor, so meisterhaft, dass ihre Dialoge wie tatsächlich im Geschehen sich ergebend wirken. Acht Musiker und die Leitung von Frank Bernard reichen aus, den Fragenden auf der Bühne wie den gespannt lauschenden Gleichaltrigen im Saal zu vermitteln, wie Worte durch den Klang der Musik Gefühle tragen. Großartig kommt das an. Bei Kindern sowieso, bei Erwachsenen auch."

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