20.000 Meilen unter dem Meer

Musical von Jan Dvořák
frei nach dem Roman von Jules Verne
Vorstellungen en suite vom 14.6.2013 bis 22.6.2013
DIE BESONDERE INSZENIERUNG

Mit diesem Musical werden Jugendträume wahr, denn das legendäre U-Boot Nautilus lockt zu einer grandiosen Abenteuerreise in die unendlichen Welt­meere. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler Prof. Aronnax, seinem Diener Conseil und dem waghalsigen Harpunier Ned ist es möglich, das schillernde Leben der Ozeane zu erkunden, abenteuerliche Tauchgänge zu Algenwäldern und Korallenriffs zu unternehmen und gefährliche Be­gegnungen mit einem Riesenkraken zu bestehen. Doch den geheimnisumwitterten Kommandanten der Nautilus Kapitän Nemo treibt Ver­bitterung zu einem schrecklichen maritimen Rachemanöver. Ist es möglich, das Unterwasserfahrzeug rechtzeitig und lebend wieder zu verlassen?

Der Hamburger Komponist Jan Dvořák schrieb eine fantastische Abenteuer-Bühnenshow, die mit packenden Songs und einem spektakulären Unterwasser-Bühnenbild ein Musical-Highlight wird. Auf den Spuren Jules Vernes durchlebt man einerseits eine spannende Ge­schichte voller dunkler Geheimnisse und großer Gefühle, andererseits den gefährlich pervertierten Humanismus eines Kapitäns, der Selbstjustiz übt und befriedigt dem Untergang eines von ihm torpedierten Kriegsschiffs zusieht.

Nach seiner Uraufführung am 28. Mai 2011 am Landestheater Eisenach steuert das Musical 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER nunmehr den Hafen des Staatstheaters Cottbus an. Volle Fahrt voraus!

PREMIERE Freitag, 14. Juni 2013 

Die Inszenierung wird ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung der Sparkasse Spree-Neiße, langjähriger Freund und Förderer des Staatstheaters Cottbus.

Besetzung

Musikalische LeitungMarc Niemann
RegieThomas Fiedler
Bühne und KostümeJosé Luna
ChoreinstudierungChristian Möbius
ChoreographieDirk Neumann
DramaturgieBernhard Lenort
RegieassistenzAnnaLisa Canton
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Christian Georgi, Bo-Kyoung Kim, Andreas Simon
ChorassistenzChristian Georgi
 
Professor Aronnax, französischer ZoologeHeiko Walter
Ned Land, HarpunierHardy Brachmann
Kapitän NemoAndreas Jäpel
Suri, Tochter des KapitänsDebra Stanley
Conseil, Diener des KapitänsMerten Schroedter
Offizier, Nemos rechte HandMatthias Bleidorn
MamsellCarola Fischer
MaatGesine Forberger
Maat
1. Französin, Passagierin des OzeandampfersKatharina Dittmar, Kerstin Veselic-Futivic
2. Französin, Freundin der 1. FranzösinJulie Szelinsky, Mariette Jansen van Rensburg
Franzose, Mann der 1. FranzösinHans Anacker, Ji-Won Park
Deutsches PaarSandra Bösel, Ralf Schlotthauer, Beate Dittmann-Apel, Ingolf Czerny
Amerikanisches PaarAngela Budich, Thorsten Coers, Meike Funken, Jarosław Mielniczuk
Eine WacheThomas Pöschel
Ein MaschinistKarl-Heinz Schischefsky
 
Passagiere eines Ozeandampfers/Besatzung der Nautilus Damen und Herren des Opernchores, Damen und Herren des Ballettensembles
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 17.6.2013

„Man lernt das gewaltige Element sogleich kennen. Wabernde Bewegung im Orchester, ab und zu eine verlorene Glocke wie von versunkenen Schiffen, in der Basstuba stöhnt die geschundene Kreatur aus den Tiefen des Ozeans, das Cello gießt einen Tropfen Melancholie irgendwo an einsamen Stränden ins Meer: Diese Ouvertüre ist Musik zum Hinhören. […] Dann der Kontrast. Alles Auftauchen! Wir sind anno 1866 an Deck eines Luxusliners. Die Herren sind gelehrt, die Damen schwätzen, ein Matrose singt ein munteres Lied, alle tanzen – das Musical ist da. […] Ausstatter José Luna erschuf eine Kulissenwelt über deren Fantasiereichtum und Schönheit man vor Freude in die Hände klatschen möchte. ‚Steam-Pop‘ vermischt sich mit Jugendstil, mit untermeerischem Leuchten wunderbarer Tiere, mit Laterna Magica, mit Stroboskop-Dramatik und Neonfarben. […] Im ersten Teil kann Jan Dvorak den kompositorischen Versuchungen psychologischer Auseinandersetzungen nicht immer widerstehen. Man lauscht fasziniert seinen Motivverschlingungen, seiner Freude an klanglichen Farben und orchestralen Möglichkeiten. Im zweiten Teil geht dann die Musical-Post ab. […] Das Orchester tost und singt sehr ergreifend eine Trauermusik um Nemos unrettbare Kameraden. […] Sängerisch hat der Kapitän die beste Partie, die dankbarsten Aufgaben. Andreas Jäpel konnte seinem dunklen Bariton als Nemo ordentlich Auslauf gewähren. Hardy Brachmann bot als Ned den tenoralen Gegenpart mit seinem gesungenen Seemannsgarn. Heiko Walter, der den speziellen Musical-Gesangssound beisteuerte, hatte die komplizierte Aufgabe, als Zoologieprofessor gleichzeitig Teil der Handlung und Conférencier zu sein. Debra Stanley als Suri mischte ein paar liebliche Töne bei. Die solistischen und choristischen und tanzenden englischen Seereisenden und ‚Nautilus‘-Besatzungsmitglieder machten mit ihrer temporeichen Perfektion das Musical dann auch wirklich zum Musical.“


Harald Asel, rbb Inforadio, 17.6.2013

„Das Staatstheater Cottbus hat etwas sehr Lobenswertes getan. Es hat nicht einfach eine weitere aufmerksamkeitsheischende, aber folgenlose Uraufführung produziert, sondern dem Team von Komponist Jan Dvorak und Regisseur Thomas Fiedler Gelegenheit gegeben, das vor zwei Jahren in Eisenach erstmals herausgebrachte Musical ‚20000 Meilen unter dem Meer‘ zu überarbeiten. Mit großem Chor und mit Opernsängern entwickelt es sich weg vom vordergründigen Musicalklischee, befriedigt aber weiterhin, in Anlehnung an die Zeit des Maschinentheaters, die Schaulust durch Bühnenverwandlungen und durch Illusionstheater. […] Jan Dvorak gelingt es, neben einigen eingängigen Songs durch das Vorwärtsdrängen und die Farbigkeit im Orchester eine Einheit aus Faszination und Bedrohung zu komponieren. […] das Schöne ist: es ist keine Sentimentalität mit der Brechstange. Weil die sehr engagierten Ensemblemitglieder des Cottbusser Theaters die Balance zwischen der Geradlinigkeit der Figuren und ihren musikalisch angedeuteten Möglichkeiten halten.“

Hier geht es zum kompletten Beitrag des rbb Inforadio


Jens Daniel Schubert, Sächsische Zeitung, 17.6.2013

„Jan Dvořák hat aus dem Buch von Jules Verne ein Musical gebaut, das alle Zutaten für einen mitreißenden Theaterabend hat. Selbst die Liebe hat er bedient, in dem er Kapitän Nemo einen Tochter gibt und sie mit dem Harpunier Ned Land zu einem Pärchen verbindet. In dieser Liebesgeschichte ist Dvořáks Musik nah am großen Musicalsound a la Webber. In der differenzierten Orchestrierung und im fast leitmotivischen Umgang mit Themen und Motiven nähert er sich der klassischen Oper an. An vielen Stellen unterlegt Dvořák den gesprochenen Dialog mit Collagen aus Geräuschen und Musik. Marc Niemann und das Philharmonische Orchester gestalten die unterschiedlichen Mittel zu einem gelungenen Ganzen. […] Ausstatter José Luna spielt mit der Bühne als Illusions- und Kulissenort. Sie changiert zwischen Vernes 19. Jahrhundert und ‚Science-Fiction-Zukunft‘. In diese anregende Welt hinein inszeniert Thomas Fiedler die Geschichten der Figuren. Da ist der Konflikt zwischen Machbarem und Erlaubtem, zwischen Natur und Zivilisation, den Andreas Jäpel in sich ruhend und mit profunder Stimme seinem Nemo mitgibt. Heiko Walter lässt den Aronnax als moderierenden, augenzwinkernden Spielmacher agieren, aber auch ganz gefangen in seinem Konflikt aus Faszination und Entsetzen gegenüber Nemo.“


Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung, 27.6.2013

„Das ist ein Musical mit Unterhaltungswert und Tiefsinn. Treue, blinde Fortschrittsgläubigkeit, Selbstgerechtigkeit und Tyrannei werden da verhandelt. Alles keine kleinen Themen. Trotzdem dümpelt das Stück an keiner Stelle durch moralinsaures Brackwasser. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Dass dieser Bogen gehalten wird, liegt auch an dem zupackend spielenden Orchester und an Dvořáks Musik. Sie ist tiefgründig, energetisch und geht ins Ohr. Das ist keine typische Musical-Ware. Eher ein glücklicher Versuch, der modernen Oper eine neue Richtung zu geben. Damit sie das Publikum unterhält, nicht verschreckt.“

Bildergalerie

Film

20.000 MEILEN UNTER DEM MEER am Staatstheater Cottbus

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Meinungen

Es war super! Wir waren total begeistert! Der Gesang hat sich wunderbar angehört. Nicht schrill oder ähnliches, alles hat sehr harmonisch geklungen. Auch die Musik war einsame Spitze, wirklich toll. …