Kammerkonzert: Trialog

„Er ist der Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt.“ So begeistert äußerte sich Robert Schumann über Felix Mendelssohn Bartholdy. Er hatte dabei dessen Klaviertrio op. 49 vor Augen, von dem er sagte: „Es ist das Meistertrio der Gegenwart, … eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.“

Die Interpreten des Kammerkonzerts stellen dieser Komposition das Trio op. 63 an die Seite, das Schumann seiner Frau Clara 1847 zu ihrem 28. Geburtstag schenkte. Auf seinen zutiefst romantischen Charakter deuten bereits die Satzüberschriften, die unter anderem „Energie und Leidenschaft“, „Feuer“ und „innige Empfindung“ ankündigen.

Zwischen diesen beiden Werken erklingt Arvo Pärts Mozart-Adagio, eine Annäherung an das Adagio aus Mozarts Sonate F-Dur KV 280. Pärt begegnet Mozart vorsichtig, mit gebührender Ehrfurcht. Er hält Original und eigene Tonsprache im Gleichgewicht, was einen Dialog entstehen lässt, der zwei Jahrhunderte überbrückt.

Am Klavier spielen Elena Iskraut, Arisa Kobayashi und Christian Georgi.

Samstag, 14. April 2018 | Kammermusiksaal

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