Nächste Vorstellungen

Großes Haus
09.06.2017, Freitag, 20:00 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
11.06.2017, Sonntag, 19:00 UhrKarten online kaufen

8. Philharmonisches Konzert

EVAN CHRIST (*1970)
Brandenburgisches Doppelkonzert 2: Brandenburg Double Concertino for Oud, Soprano and Orchestra | Auftragswerk des Staatstheaters | Uraufführung

Debra Stanley (Sopran)
Cham Saloum (Oud)
Philharmonisches Orchester

GUSTAV MAHLER (1860-1911)
Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Mahler schrieb seine fünfte Sinfonie 1901/02, instrumentierte sie 1903 und leitete nach einer Überarbeitung des Werks die Uraufführung 1904 in Köln. Auffällig ist die formale Anlage des Werks: fünf Sätze, gegliedert in drei Abteilungen. Es beginnt mit einem Trauermarsch, dem der Hauptsatz im Sinne der Sinfonietradition folgt. Mahler selbst wies auf die Besonderheit hin und stellte sie als vollkommen neuartig heraus. Die Fünfte gilt als Beginn eines neuen Abschnitts im Schaffen des Komponisten. Eine gängige Einteilung orientiert sich daran, dass die Sinfonien fünf bis sieben auf Bezüge zum Vokalen verzichten, während alle übrigen zumindest Vokalwerke Mahlers zitieren, wenn sie nicht selbst Gesangsstimmen enthalten. Eine inhaltliche Deutung geht dahin, Mahler wende sich mit der Fünften stärker dem „Diesseits“ zu, nachdem er in ihren Vorgängerinnen das „Jenseits“ in den Vordergrund gestellt habe. Wie dem auch sei, Mahler selbst akzentuierte den Neubeginn, indem er seine ersten vier Sinfonien als „Tetralogie“ bezeichnete.

In einer häufig zitierten Äußerung Mahlers über seine dritte Sinfonie wird deutlich, mit welchen Fragen sich der Komponist beschäftigte: „Dass ich sie Sinfonie nenne, ist eigentlich unzutreffend, denn in nichts hält sie sich an die herkömmliche Form. Aber Sinfonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen. Der immer neue und wechselnde Inhalt bestimmt sich seine Form von selbst.“ Mahler nennt hier vier Punkte, die auch für das Verständnis seiner anderen Sinfonien wichtig sind: Tradition, Form, musikalische Mittel und Inhalt. Durch die Bezeichnung Sinfonie stellte er seine Kompositionen in die Tradition dieser Gattung, wohl wissend, dass sie eben diese Tradition sprengen. Sein Schaffen ist eng verbunden mit einer religiös-mystischen Weltsicht, in der die geformten Töne und Klänge einer Sinfonie nur Teil und Abbild eines Kosmos sind.

„Mit Mahlers Fünfter wage ich zum ersten Mal in meiner Zeit als GMD in Cottbus eine Reminiszenz. Diese Sinfonie habe ich in meinem ersten Konzert in dieser Position dirigiert. Ich freue mich auf die Neueinstudierung mit dem Orchester, das in den letzten Jahren weitere Reife gewonnen hat.“
Evan Christ

Philharmonisches Orchester
Dirigent: GMD Evan Christ

Freitag, 9. Juni 2017 & Sonntag, 11. Juni 2017

Unterstützt durch

Meinungen

Einfach stark, intelligent, schnörkellos einen Klassiker auf die Bühne gebracht. Der hohe Unterhaltungswert geht mit Aufklärung einher: Fressen, Sex, Saufen und Sport sollen genügen für ein "glückliches" Leben, so das …