6. Philharmonisches Konzert

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756-1791)
Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

RICHARD STRAUSS (1864-1949)
1. Hornkonzert Es-Dur op. 11 

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine Werke fast immer aus konkretem Anlass, meist in Erfüllung eines Auftrags. Eine Ausnahme bildet die Gruppe der drei letzten Sinfonien, die mit der Sinfonie Nr. 39 beginnt. Diese Werke entstanden im Sommer 1788 in Wien, innerhalb von acht oder neun Wochen. Ob sie zu Lebzeiten Mozarts aufgeführt wurden, ist nicht bekannt. Die zunehmende Distanz zum zeitgenössischen Publikum hätte der Komponist mit der spannungsreichen, in sich vielfältigen Sinfonie Nr. 39 und ihren anspruchsvollen Schwesterwerken wohl kaum überwinden können. Doch bald schon genossen sie jene Wertschätzung, die bis heute andauert.

Wann die Sinfonie Nr. 36 uraufgeführt wurde, wissen wir dagegen sehr genau: am 4. November 1783 im Linzer Hoftheater in einem Konzert, dessen Einnahmen Mozart zuflossen. Sie dürfte dem Publikum gefallen haben, denn Mozart setzte sie auf das Programm mindestens eines weiteren Konzerts in Wien. Der Komponist machte in Linz Station auf der Rückreise von Salzburg nach Wien. In Salzburg hatte er dem Vater Constanze vorgestellt, die im Jahr zuvor seine Frau geworden war. Noch in Wien, im Juni, war das erste Kind des Paares geboren worden, das zwei Monate später dort starb. Der Vater hatte Constanze frostig aufgenommen, zu tief saß der Groll über den eigenwilligen Sohn. Ungeachtet dieser Schicksalsschläge und Widrigkeiten schrieb Mozart die Sinfonie für das offenbar kurzfristig anberaumte Konzert „über hals und kopf“, „weil ich keine einzige Simphony bey mir habe“, wie er dem Vater mitteilte.

Richard Strauss war das Horn von Kindesbeinen an vertraut, denn sein Vater war Erster Hornist des Münchner Hoforchesters. Sein erstes Hornkonzert verfasste Strauss 1882/83. Dabei orientierte er sich am Hornkonzert c-Moll op. 8 seines Vaters und hob sich zugleich von ihm ab, vor allem in der freieren formalen Gestaltung des zweiten und dritten Satzes. Eigene Formen zu finden wurde später zu einem zentralen Anliegen des Komponisten. 

„Ich habe versprochen, immer wieder Werke der Wiener Klassik ins Programm zu nehmen. Ich stehe zu meinem Wort. Schon lange wollte ich das solistisch eher selten zu hörende Horn präsentieren und konnte einen herausragenden Solisten dafür gewinnen. Der Dirigent Sebastian Tewinkel ist ein ausgewiesener Mozart-Experte.“
Evan Christ

Felix Klieser – Horn
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Sebastian Tewinkel

Freitag, 24. März 2017 & Sonntag, 26. März 2017

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Habe heute zum dritten Mal Sonnenallee gesehen und es ist immer wieder ein toller Spaß! Ich finde unter anderem die gesanglichen Darbietungen großartig.