5. Philharmonisches Konzert

BERND FRANKE (*1959)
Brandenburgisches Doppelkonzert 1: Daheim in der Fremde. Szene für Bariton, Sprecher, Oud, Solo-Perkussion und Orchester nach Texten von Adel Karasholi | Uraufführung | Kompositionsauftrag des Staatstheaters Cottbus, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

Adel Karasholi liest seine Gedichte | Bariton – Andreas Jäpel | Oud / Gesang – Cham Saloum
Solo-Perkussion – Nora Thiele | Philharmonisches Orchester | Dirigent: GMD Evan Christ

OLIVIER MESSIAEN (1908-1992)
Eclairs sur l’Au-Delà… (Streiflichter über das Jenseits)

Philharmonisches Orchester | Dirigent: GMD Evan Christ

Olivier Messiaen verstand Natur, Kosmos und Musik als Einheit, wie es auf andere Weise auch Gustav Mahler tat. Fast alle seine motivisch-thematischen Erfindungen gingen hervor aus der genauen Beobachtung von Vogelstimmen. Er bezeichnete sich selbst als „Komponist von Musik, Ornithologe und Rhythmiker“. Zentrale Themen für ihn waren Kosmos, Zeit und Vergänglichkeit. In der Turangalîla-Sinfonie bezog er sich dabei auf indische Weltinterpretationen, bestimmend für ihn war aber die Verankerung in der christlichen Tradition. Davon zeugen Werktitel wie „L’ascension“ (Die Himmelfahrt), „Couleurs de la cité céleste“ (Farben der himmlischen Stadt), „St. François d’Assise“ (Der heilige Franziskus von Assisi) und eben „Eclairs sur l’Au Delà …“, die hauptsächlich auf Visionen der Johannes-Apokalypse basieren.

Die Komposition von „Eclairs …“ nahm fünf Jahre in Anspruch, von 1987 bis 1991. Messiaen schrieb das Werk im Auftrag von Zubin Mehta und den New Yorker Philharmonikern zu deren 150-jährigem Jubiläum. Die Uraufführung im Jubiläumsjahr 1992 erlebte der Komponist nicht mehr. Das etwa 60-minütige Stück besteht aus 11 Sätzen, beginnend mit der Erscheinung des verklärten Christus und endend mit Christus als Licht des Paradieses. Dazwischen wird unter anderem das Sternbild des Schützen porträtiert, es erscheinen die sieben Engel mit den sieben Posaunen und mehrere Dutzend Vögel des Lebensbaumes lassen ihren Gesang vernehmen. Der anspruchsvollen Thematik entspricht eine imposante Besetzung. Die Stärke eines großen Orchesters mit zehn Flöten, zehn Klarinetten, sechs Hörnern und zehn Schlagzeugern nutzt Messiaen, um möglichst vielschichtige, differenzierte, verklärende Klangwirkungen zu erzielen. 

„Etwas ganz Besonderes zum Messiaen-Gedenkjahr. Ich habe „Eclairs“ in einer Probe Simon Rattles mit den Berliner Philharmonikern erleben dürfen und war sofort begeistert. Im Staatstheater war kaum je eine solch große Besetzung zu hören. Das Riesenorchester lässt einen unglaublichen Farbenreichtum aufblitzen.“
Evan Christ

Freitag, 24. Februar 2017 & Sonntag, 26. Februar 2017

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Habe heute zum dritten Mal Sonnenallee gesehen und es ist immer wieder ein toller Spaß! Ich finde unter anderem die gesanglichen Darbietungen großartig.