2. Philharmonisches Konzert

FRANZ LISZT (1811-1886)
Orpheus (Sinfonische Dichtung Nr. 4)

SAMY MOUSSA (*1984)
Orpheus für Klavier und Orchester | Auftragswerk des Staatstheaters | Uraufführung

BÉLA BARTÓK (1881-1945)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Sz 83

BÉLA BARTÓK
Der wunderbare Mandarin (Konzertsuite) Sz 73

Überraschend, fremdartig, voller Klangreichtum, ungeheuer energiegeladen – auch heutigen Hörern vermögen Bartóks erstes Klavierkonzert und die Suite „Der wunderbare Mandarin“ Konzerterlebnisse der besonderen Art zu vermitteln. Inspiriert von ungarischer Bauernmusik folgte Bartók beim Komponieren gänzlich seiner Spontaneität, wie er selbst sagte. Lediglich Grundzüge der formalen Gestaltung legte er fest, die Formulierung gedanklich-theoretischer Leitlinien und kritische Reflexion beim Komponieren lehnte er ab. Die Musik zur Pantomime „Der wunderbare Mandarin“ schrieb Bartók 1918/19 und revidierte sie ab 1926. Die Suite stellte er 1927 zusammen, im gleichen Jahr, in dem er als einer der herausragenden Pianisten seiner Zeit sein erstes Klavierkonzert uraufführte. Der „Mandarin“ entstammt somit Bartóks „expressio­- nis­tischer“ Phase, das Konzert seiner „klassischen“. Grundlegende Triebfeder beider Werke ist ihre rhythmische Dynamik. Im Klavierkonzert bestimmen Rhythmusinstrumente das Klangbild stark, der Solopart lotet die perkussiven Möglichkeiten des Klaviers aus. In der Suite hingegen beschwören Klangfarben bis hin zur Mitwirkung eines Chores die mystisch-archaische Atmosphäre der Pantomime. Sie erzählt von einem Mandarin, der als gefühlskalter Untoter mehrere Mordversuche überlebt.

Die Macht der Musik selbst über den Tod besingt der Orpheus-Mythos. Franz Liszt, der Erfinder der Sinfonischen Dichtung, deutete Orpheus als Symbol der Harmonie und der Kunst.

Tzimon Barto – Klavier
Damen und Herren des Opernchores
Philharmonisches Orchester
Dirigent: GMD Evan Alexis Christ

Freitag, 20. Oktober 2017 & Sonntag, 22. Oktober 2017 | Großes Haus

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Selten so enttäuscht wie heute - 2. Philharmonisches Konzert. Orchester und Pianist toll, ansonsten zum Sonntagabend eine Zumutung für Seele und Harmonie-Empfinden. Es gibt genug Chaos in der Welt. Dachte, …