Nächste Vorstellungen

Großes Haus
04.03.2017, Samstag, 19:30 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
15.03.2017, Mittwoch, 19:30 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
06.04.2017, Donnerstag, 19:30 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
16.04.2017, Sonntag, 19:00 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
06.05.2017, Samstag, 19:30 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
30.05.2017, Dienstag, 19:30 UhrKarten online kaufen
 

Großes Haus
15.06.2017, Donnerstag, 19:30 UhrKarten online kaufen

Picasso!

Ballett von Lode Devos mit Musik von Philip Glass, Pierre Boulez, Krzysztof Penderecki u. a.
URAUFFÜHRUNG

Treten Sie ein in „Pablo Picassos Tanzmuseum“!
Picasso, der „Frauenma­gnet“, das extrem ichbezogene Genie, einer der begna­detsten, kreativsten und produktivsten Künstler aller Zeiten … – welch eine Vorlage für ein Ballett! Den Choreografen Lode Devos faszinieren Picassos Schöpfungen und sein Weg zu künstlerischer Freiheit seit Jahrzehnten. Sein Interesse gilt jedoch weniger der Künstlerbiografie, mehr der unglaublichen Dynamik in den Werken des Grafikers, Malers und Bildhauers. Sie will er mit dem Ballettensemble in tänzerische Energie und Bewegungsformen – in „getanzte Bilder“ übertragen.

Im ersten Teil des Abends, begleitet von einer sehr abwechslungsreichen Musik, entwickelt und verändert sich die Choreografie entlang der Schaffensphasen Picassos auf allen Ebenen: in der Tanzsprache, im Kostüm, im Bühnenbild. Am Ende dieses Teils steht die Befreiung von allen künstlerischen Schranken.

Diese Freiheit, die nichts von vornherein ausschließt und auf Akzeptanz, Annäherung und Verwandlung beruht, ist immer gefährdet. Davon handelt der zweite Teil des Balletts. Im Mittelpunkt steht Picassos Bild „Guernica“. Bühne und Kostüme sind radikal verändert, ebenso die Tanzsprache und die Musik. Es erklingt Pendereckis zweite Sinfonie.

„Was mich an Picasso am stärksten beeindruckt,“ so Lode Devos, „ist der enge Bezug seines künstlerischen Tuns und seiner Ergebnisse zu der Frage nach dem Schicksal des Menschen: seinem Agieren in der Gesellschaft und der Tatsachen, das vielen Schwachen großes Unrecht angetan wird.“

Der gebürtige Belgier Lode Devos erhielt seine Tanzausbildung an der Königlichen Ballettschule Antwerpen. Seine Stationen als Tänzer waren das „Ballet de l’Europe” unter Leitung von Jorge Donn und Kevin Haigen, ein Engagement als Gastsolist beim „Tanzforum Köln“ unter Leitung von Jochen Ulrich und dann vor allem das „Béjart Ballet Lausanne“. Hier fiel Maurice Béjart die große Begabung des Tänzers fürs Improvisieren auf, die er in seinem Ballett „Elégie pour elle, L...,Aile!“ zur Geltung kommen ließ. Von da an tanzte und kreierte Devos viele solistische Rollen für Maurice Béjart. Seine ersten größeren Choreografien entwickelte Devos für das „Tanzforum Köln“, um dann seine eigene freie Tanzcompagnie „Mixed Pickles“ zu gründen. Nach einigen Jahren in der freien Szene wechselte er als Tänzer, Choreograf, Assistent und Co-Direktor zu Jochen Ulrich an das Tiroler Landestheater. Von 2006 bis 2013 arbeitete Devos als Leiter und Hauschoreograf des „Ballett Chemnitz”; seit 2013 ist er freischaffend und choreografierte u. a. für das Staatsballett Schwerin und das Ballett des Staatstheaters Cottbus.

► Einen ersten Eindruck vom neuen Ballettabend vermitteln Filmbilder aus einer „Offenen Probe“ am 28.1.2017, in der die Tänzerinnen
    und Tänzer – noch ohne Maske, Kostüm und Bühnenbild – dem Publikum zeigten, woran sie seit Anfang Dezember 2016 arbeiten. 

PREMIERE 11. Februar 2017

Präsentiert von

Besetzung

ChoreografieLode Devos
BühneLode Devos, Hans-Holger Schmidt
KostümeAnne-Frederique Hoingne
DramaturgieBernhard Lenort
Choreografische AssistenzDenise Ruddock, Dirk Neumann
 
TänzerinGreta Dato, Sara Peña, Denise Ruddock, Venira Welijan
 
TänzerRené Klötzer, Niko Ilias König, Stefan Kulhawec, Joe Monaghan, Jason Sabrou

Rezensionen

Volkmar Draeger, Lausitzer Rundschau, 13.2.2017

„So beginnt „Picasso!“ mit einem 40-minütigen Defilee malerischer Delikatessen, umgesetzt in tänzerische Bewegung. […] Nacheinander, bisweilen nebeneinander tanzen vier Paare so harmonisch, wie man Devos‘ Bewegungslytik aus seiner Cottbuser Vorgängerkreation „Das Bildnis des Dorian Gray“ kennt: Ertrinken könnte man in Sanftmut und Schönheit, den Schwebehebungen, Rücken-an-Rücken-Posen, Partnerschleudern. […] Bewegungen vereinen sich wie Farbtupfer zu einem künstlerischen Ganzen.“


Boris Michael Gruhl, Tanznetz.de, 15.2.2017

„Auf der Bühne von Lode Devos und Hans Holger Schmidt […] beeindrucken die TänzerInnen in diesem Tanztheater in den von Lode Devos geschaffenen Bildern, die allein durch die Kraft ihrer tänzerischen und körperlichen Präsenz den Aufstand wagen.[…] Der Tanz mit seinen vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten vermittelt die Suche nach Freiheit. Die Stationen auf diesem Weg können sowohl sanft und weich grundiert sein, von grotesker Absurdität oder von harter Strenge mit geometrischer Genauigkeit, wenn die Körper der Tänzerinnen und Tänzer sich wie Materialien zusammenfügen müssen.“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 18./19.2.2017

„Der Belgier Devos entführte Ballettfreunde hier schon mit seiner ungewöhnlich poetischen Interpretation des „Bildnis des Dorian Gray“ in sinnlichen Zauber. Hier nun übertrifft er sich in dem erstaunlich genauen Abbild des Schaffensporträts eines Über-Künstlers wie Picasso. Bravo! Bravo! […] [E]s scheint,.als habe der Künstler selbst den Tänzern seine Ideen, seine Farben, seine sanften oder kubistisch formalen Figuren, seine emotionale Wucht eingehaucht. Picasso – das Ballett, welch großes Bildwerk!“


Aus der Lausitzer Rundschau vom 13.2.2017

„Das Thema Picasso ist faszinierend, die Umsetzung fantasievoll gelungen, die Leistung der Tänzer beeindruckend.“ [Lausitzer Rundschau, 13.2.2017; Maja Dähn (59)]

„Ich fand das sehr spannend, auch von der Musik her, und so unterschiedlich, wie ich es nicht erwartet hatte.“ [Lausitzer Rundschau, 13.2.2017; Anna Tydykova (10)]

Bildergalerie

Film

PICASSO! (offene Probe) - Staatstheater Cottbus

Unterstützt durch

Meinungen

Es wurden keine Meinungen gefunden.
Jetzt eine schreiben!