Carola Fischer

Mezzosopran

Carola Fischer wurde in Berlin geboren und wuchs dort auf. Zunächst galt ihr Hauptinteresse dem Leistungssport, ehe sie sich dann doch für ein Musikstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" in Berlin entschied. Schon während ihres Studiums erhielt sie erste Gastverträge, unter anderem in Schwerin und an der Komischen Oper Berlin.

Nach ihrer Abschlussprüfung ging sie als festes Ensemblemitglied nach Cottbus. Fünf Jahre lang gastierte sie gleichzeitig an der Oper Leipzig und am Dessauer Theater. Weitere Gastengagements führten sie u. a. nach Flensburg, Schwetzingen, zu den Chiemgauer Festspielen, nach Halle, Erfurt und an die Deutsche Staatsoper Berlin, wo sie den Cherubin und die Le Jay in Siegfried Matthus Uraufführung „Graf Mirabeau" übernahm. In Cottbus entwickelte sie sich vom Spiel- zum Dramatischen Mezzosopran. Einladungen führten sie an zahlreiche weitere deutsche und internationale Bühnen, außerdem nahm sie an vielen internationalen Wettbewerben teil.

2003 ehrte die Max Grünebaum-Stiftung Cottbus Carola Fischer mit dem Max-Grünebaum-Preis für besondere künstlerische Leistungen am Staatstheater Cottbus.

Wichtige Partien am Staatstheater Cottbus:
Cherubino in „Die Hochzeit des Figaro" (Mozart), die Hexe in „Rusalka" (Dvorák), Preziosilla in „La Forza del destino" (Verdi), Octavian in „Der Rosenkavalier" (Strauss), Brangäne in „Tristan und Isolde" (Wagner), Ortrud in „Lohengrin" (Wagner), Venus in „Tannhäuser" (Wagner), Judith in „Herzog Blaubarts Burg" (Bartók), Kabanicha in „Katja Kabanowa" (Janácek), Fricka in „Rheingold" (Wagner).

Über viele Jahre begeisterte sie nicht nur das Cottbuser Publikum als Carmen.
Eine Traumpartie war für sie die Rolle der Marie in Alban Bergs Oper „Wozzeck", für die sie einhelliges Lob der Fachwelt erhielt. Große Aufmerksamkeit erregte 2003 ihre sängerische Leistung und ihr ebenso expressives wie berührendes Rollenspiel als „Penthesilea" in der gleichnamigen, selten gespielten und hochgradig anspruchsvollen Oper von Othmar Schoeck.

Ihr herausragendes komisches Talent stellte sie als Marghueritta Kulicke in „Messeschlager Gisela" (Natschinski) unter Beweis.
In vielen Konzerten ist sie als Mezzosopranistin zu erleben.

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